Meine Welt bei Zweifels – einfach Caromässig

Bei Zweifels habe ich verschiedene Plätze: in verschiedenen Zimmern mit unterschiedlicher Distanz zum Geschehen, verschiedenen Orten an denen es verschieden warm oder eben jetzt im Sommer verschieden kalt ist.

Im Verlaufe des Tages läuft vor allem viel im Garten, denn bei mir in der Nähe ist das Schulhaus und die am Gartenzaun vorbeilaufenden Kinder wollen mich auf jeden Fall begrüssen und mir Schmeicheleinheiten schenken. Aber manchmal muss ich auch Katzen vertreiben oder einfach den Insekten und Vögeln im Garten zuschauen – ich glaube, sie wollen mich etwas necken.

Vielfach kommen die Grosskinder von Zweifels vorbei, um mich zu treffen und mir Neuigkeiten zu erzählen.

Ich habe es perfekt herausgefunden, wie ich zu Belohnungen komme:

ein Apporteli schön bringen

bei der Abwaschmaschine toll warten, bis Frauchen alles eingeräumt hat. Ein „Schleck“ ist absolutes Tabu.

Gegen Abend richten Frauchen und Herrchen aktuell ihre Badesachen in einen weissen Sack – für mich das Zeichen, dass ich ans Wasser mitgehen darf. Ich warte hinter dem Auto, bis Herrchen die Hecktüre öffnet und die Antirutschmatte ausklappt. Ihr könnt euch vorstellen, dass es kaum eine Sekunde dauert, bis ich im Auto bin. Wir fahren zusammen an die Thur, einen für mich genialen Fluss, den ich von Herzen liebe. Das Wasser ist mein Element im Sommer, wie der Schnee im Winter. Vor den Augen vieler Zaungäste zeige ich, dass ich jederzeit „Herr der Lage“ sein kann. Ich klettere auf Steine, springe von diesen ins Wasser, hole Bringsel und bringe sie Frauchen – natürlich nur im Tausch mit einem Würstli, schwimme flussaufwärts und wende jederzeit um mich dann flussabwärts treiben zu lassen. Irgendwann bin ich dann aber so geschafft, dass Frauchen mit mir noch mein Geschäft erledigen geht. Im Anschluss an diesen Ausflug fahren wir in zirka 20 Minuten wieder heim, wo ich mein Abendessen in vollen Zügen geniesse. Anschliessend mache ich mein Nickerchen, bevor dann Frauchen mit mir zusammen die letzte Runde macht. Ich beziehe mein Nachtlager und schlafe dann im unteren Stock durch. ich freue mich schon wieder auf den morgigen Tag.